Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat in den USA einen Milliarden-Vergleich zur Beilegung von Glyphosat-Klagen geschlossen. Die Zahlungen für aktuelle und zukünftige Rechtsstreitigkeiten um das Unkrautvernichtungsmittel Roundup sind auf maximal 7,25 Milliarden US-Dollar über bis zu 21 Jahre begrenzt. Das Gericht in St. Louis, Missouri, muss dem Vergleich noch zustimmen.
Die Ankündigung löste am Vortag an der Börse Euphorie aus. Die Bayer-Aktie legte um mehr als sieben Prozent zu. Investoren werteten den Vergleich als wichtigen Schritt, die jahrelangen Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten endlich abzuschließen.
Am Mittwoch dann die Ernüchterung: Im vorbörslichen Handel auf Tradegate notierte die Aktie leicht im Minus verglichen mit dem Xetra-Schluss. JPMorgan-Analyst Richard Vosser sieht Unsicherheiten und erwartet nicht, dass der starke Lauf der Bayer-Aktie nahtlos weitergeht.
Altlast der Monsanto-Übernahme
Die Klagewelle belastet Bayers Bilanz seit Jahren. Sie geht zurück auf die Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto im Jahr 2018. Mit dem Milliarden-Deal erbte der Dax-Konzern auch die Glyphosat-Risiken, die den Leverkusenern seitdem zu schaffen machen.
Der Vergleich könnte nun ein Befreiungsschlag für Bayer sein. Die jahrelangen Rechtsstreitigkeiten haben das Unternehmen erheblich belastet. Ob die Einigung tatsächlich einen Schlussstrich unter die Glyphosat-Affäre zieht, muss sich jedoch erst noch zeigen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

2 godzin temu







