Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Januar deutlich verbessert. Der ZEW-Index stieg um 13,8 Punkte auf 59,6 Punkte, wie das Leibniz Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. ZEW-Präsident Achim Wambach sieht darin ein positives Signal: «Der ZEW-Index legt kräftig zu. 2026 könnte den Wendepunkt markieren.»
Auch die Bewertung der aktuellen Wirtschaftslage verbesserte sich. Besonders stark fiel der Optimismus in den klassischen Industrie-Branchen aus.
Kräftige Zuwächse in Schlüsselbranchen
Der Maschinenbau verzeichnete mit einem Plus von 22,7 Punkten den stärksten Anstieg. Die Stahl- und Metallindustrie legte um 18,2 Punkte zu, die Automobilbranche um 16,5 Punkte. In der Chemie- und Pharmaindustrie stieg der Index um 12,4 Punkte.
Die positiven Erwartungen stützen sich auf konkrete Entwicklungen. Die Industrieproduktion im November 2025 fiel besser aus als erwartet. Das ZEW verwies zudem auf ein «überraschend kräftiges Auftragsplus».
Mercosur-Abkommen stärkt Export-Perspektiven
Das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten dürfte die Aussichten weiter verbessern. «Zusätzlich dürfte das Mercosur-Abkommen die Perspektiven für die exportintensiven Branchen verbessert haben», teilte das Institut mit.
Wambach mahnte trotz des Optimismus zu weiteren Anstrengungen. Es «sollte aber weiterhin daran gearbeitet werden, die Standortattraktivität zu stärken, um nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen», erklärte der ZEW-Präsident. Das Institut warnte zudem vor Risiken durch die unberechenbare US-Handelspolitik, die eine zusätzliche Belastung für die deutsche Exportwirtschaft darstelle.
An der ZEW-Umfrage vom 12. bis 19. Januar nahmen 172 Finanzexpertinnen und -experten sowie institutionelle Anleger teil. Sie bewerten mittelfristige Erwartungen zur Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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